Wandertafel Föckinghausen
Die fünfte und letzte Etappe der Wanderung auf dem Bestwiger Panoramaweg beginnt auf dem Wanderparkplatz am Waldhaus Föckinghausen. Es wird die ehemaligen Köhlersiedlung Föckinghausen und die Geschichte des Waldhauses Föckinghausen vorgestellt.
Föckinghausen. Der Ursprung ist eine Köhlersiedlung, woraus 1764 ein Bauernhaus entstand. 1910 begann die Familie Knipschild eine Pension und verkaufte Speisen an hungrige Gäste. 1923 wurde eine Gaststättenkonzession erteilt und 1926 ein Saal für den zunehmenden Besucherstrom gebaut. 1931 war ein Neubeginn erforderlich, da das Anwesen durch einen Großbrand vernichtet wurde. Für den heutigen Hotelbetrieb stehen 30 Hotelbetten zur Verfügung. Mit dem Haus Tannenrausch, dem Schullandheim des Pestalozzi-Gymnasiums Unna und der ehemaligen Ferienstätte des Caritasverbandes (seit 2009 in privater Hand), gibt es in Föckinghausen ca. 200 Gästebetten. Der Ort hat 26 Einwohner.
Willkommen in Nuttlar!
Von Föckinghausen geht es vorbei am Sengenbergskopf mit immer wieder schönen Ausblicken ins Valmetal, Ruhrtal und zum Bergkloster Bestwig in Richtung Nuttlar.
Nuttlar. Nuttlar hatte durch den Sitz eines Haupthofes seit 1072 urkundlich verbriefte Verbindung zum damals mächtigen Kloster Grafschaft. Später war der Schieferbergbau dominierend. Auch die hiesige Schnapsbrennerei ist mit vielfach prämierten Produkten wie dem „Ganz Alten Schneider“ sehr bekannt. Die St. Anna-Kirche wird aufgrund der Maße auch schon mal Sauerländer Dom genannt. An der L 776 Richtung Rüthen findet sich der überaus beliebte Wanderparkplatz „Am Evenkopf“ mit Wassertretstelle, Bolz- und Zeltplatz und einer großen Hütte des Sauerländischen Gebirgsvereins.
Alfertkreuzung, Kutschenweg und Kreuzweg Nuttlar sind einige der nächsten Stationen. Nach dem Schlehborntal führt die Wanderzung an der idyllischen Mariengrotte entlang zur Siedlung Dümel.
Mariengrotte am Dümel. Eigentlich lag die Mariengrotte am Dümelskopf idyllisch mitten im Wald. Der Orkan Kyrill hat im Januar 2007 aber alle Bäume rund um die Mariengrotte zum Umstürzen gebracht. Die Mariengrotte selbst blieb von den umfallenden Bäumen zum Glück verschont.
Fischtreppe, Ruhrauen mit Gedächtniskreuz, Bigger Weg, Steinbergruine, Ostwig.
Ostwig. Der staatlich anerkannte Erholungsort gefällt durch schmucke Fachwerkhäuser und das schlossähnliche Haus Ostwig im Zentrum. Seit 1771 befindet sich der alte Rittersitz im Besitz des Freiherrn von Lüninck. Bei den Lüninck´schen Gräbern findet sich auch das Grab eines wegen Beteiligung am Attentat auf Hitler als Widerstandskämpfer 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichteten Familienmitglieds. Die Ruine eines Rauchabgaskamins weißt auf die Zeit des bergbaulichen Booms rund um Ramsbeck hin. Hier in Ostwig sollte eine Verhüttung entstehen, aber vor der Umsetzung brach das geplante Ramsbecker Bergbauimperium zusammen und der Kamin kam niemals zum Einsatz.
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